Nach einem oder mehreren (wiederholten) belastenden Ereignissen von außergewöhnlichem oder katastrophalem Ausmaß, die nahezu jeden in eine tiefgreifende Verzweiflung stürzen würden, besteht das Risiko an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zu erkranken. Eine „einfache“ PTBS besteht im wesentlichen aus sog. „Nachhallerinnerungen“ (Intrusionen oder Flashbacks), evt. kombiniert mit einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten für bestimmte, dem Trauma ähnelnde Situationen und einer chronischen psychischen Anspannung und Hypervigilanz.

Diese mit entsprechend spezialisierter Therapie gut zu behandelnde Traumaform ist im Kindes- und Jugendalter aber leider die Ausnahme: meist bestehen jahrelange körperliche, sexuelle oder psychische Übergriffe, die eine chronische PTBS zur Folge haben. Hier stehen emotionale Instabilität und sog. Dissoziationen im Vordergrund und die Behandlung ist wesentlich langwieriger. Gleichzeitig können auch Depressionen, Angststörungen, Bindungsstörungen u.a. als Traumafolgestörung auftreten oder auch die sog. Borderline-Persönlichkeitsstörung. Hier gilt es dann den Betroffenen bei der Bewältigung der Folgen des Traumata zu helfen um ein erfülltes und ihren Werten entsprechendes Leben zu ermöglichen.