Sowohl Nahrungsergänzungsmittel als auch traditionelle bzw. alternative Behandlungsmethoden können bei psychischen Störungen Linderung verschaffen. Sie stellen eine wertvolle Ergänzung schulmedizinischer Behandlungsmethoden dar und können, auch wenn zumeist alleine nicht ausreichend, Erkrankungsverläufe häufig günstig beeinflussen.

NADA-Ohrakupunktur

In unserer Praxis bieten wir die Behandlung nach dem NADA-Protokoll (National Acupunture Detoxification Association) an. Diese Form der Ohrakupunktur an fünf festgelegten Punkten der Ohrmuscheln wurde in den 1970er Jahren im Lincoln Hospital, New York, entwickelt und ursprünglich zur Suchtbehandlung eingesetzt. Inzwischen weiß man aber, dass NADA auch bei Trauma, emotionaler Instabilität und ADHS wirksam ist.

Das Besondere an der NADA-Behandlung ist, dass sie allen Berufsgruppen im medizinischen und sozialen Bereich erlernt und unter ärztlicher Supervision auch selbst angewendet werden kann. Damit findet sie seit den 90er Jahren in Deutschland weite Verbreitung in Krankenhäusern, Praxen und Suchtberatungsstellen, u.a.

Die Behandlung besteht aus der Akupunktur selbst, die im non-konfrontativen Gruppensetting durchgeführt wird. Eine Sitzung dauert 30-45 Minuten, in der die Teilnehmer ohne zu sprechen jeder für sich in einem Raum sitzen. Das wird ein spezieller Beruhigungs- und Entgiftungstee gereicht. Die Ohrakupunktur nach NADA sollte mindest einmal pro Woche erfolgen.

Für Patienten, die Angst vor Nadel haben, gibt es eine modifizierte Akupressur-Methode, bei der kleine Kügelchen mittels Pflastern auf die entsprechenden Meridian-Punkte geklebt und für eine längere Zeit getragen werden.

Ernährung

Auch in der evidenzbasierten Medizin findet die Wirksamkeit von bestimmten Nahrungs(ergänzungs)mitteln und Essgewohnheiten auf das psychische Wohlbefinden zunehmend Beachtung. Das Wissen über den Einfluss des sog. „Darm-Hirns“ auf psychische Störungen ist jedoch noch sehr begrenzt. Für Störungen wie Depressionen, AD(H)S und sogar Borderline gibt es allerdings schon konkrete Empfehlungen hinsichtlich hilfreicher Maßnahmen in diesem Bereich.

Als besonders wirksam gelten heutezutage die sog. Omega-3-Fettsäuren, Vitamin-D-Präparate und die Anpassung von Ernährungsgewohnheiten wie z.B. das Fasten. Jede dieser Methoden hat jedoch ihre eigenen „Nebenwirkungen“ und sollte daher nur unter ärztlicher Supervision eingesetzt werden.

Wir beraten Sie und euch dazu gern!

Meditation, Hypnose und Entspannungsverfahren

Im Grunde kein alternativmedizinisches Verfahren im klassischen Sinne der Definition sind Entspannungsverfahren wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung (PME/PMR) und Hypnose. Aber auch andere Techniken wie Achtsamkeitstraining, Meditation oder geführte Traumreisen zeigen deutlich positive Auswirkungen auf die Psyche und werden daher, auch neben dem „Lifestyle-Hype“, regelmäßig und zurecht von Ärzten und Therapeuten empfohlen.

Auf Wunsch klären wir über o.g. Methoden auf und führen diese auch in begrenztem Rahmen selber in unserer Praxis durch, sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting.